Über pcbb – Pflege-Coach Berlin Brandenburg
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pcbb ist ein Wegweiser für alle, die in Berlin oder Brandenburg pflegen, gepflegt werden oder Pflege organisieren. Wir sammeln an einem Ort, was sonst über viele Ämter, Kassen und Internetseiten verstreut ist: verständliches Wissen, geprüfte Adressen und Termine in Ihrer Nähe. pcbb ersetzt keine persönliche Beratung – wir bringen Sie dorthin, wo Ihnen jemand zuhört.
Details
Pflege beginnt fast immer plötzlich: nach einem Sturz, nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer Diagnose. Von einem Tag auf den anderen sollen Angehörige einen Antrag stellen, einen Pflegedienst finden, eine Wohnung umbauen und dabei weiterarbeiten. Wer sich in dieser Lage zum ersten Mal informiert, landet in dem, was der Landespflegeplan Berlin 2025 einen „Zuständigkeits- und Angebotsdschungel“ nennt: Die Angebotslandschaft in Berlin ist bundesweit einmalig breit – aber sie ist den Betroffenen nicht bekannt, und allein findet man sich darin nicht zurecht.
Warum es pcbb gibt
Die Zahlen aus dem Landespflegeplan Berlin 2025 beschreiben den Bedarf deutlich:
- 211.999 pflegebedürftige Menschen lebten 2023 in Berlin – 2017 waren es noch 135.680.
- 87 Prozent von ihnen werden zu Hause versorgt, 54 Prozent ausschließlich von Angehörigen.
- Rund 282.000 Menschen in Berlin pflegen Angehörige; gut drei Viertel der Erwerbsfähigen unter ihnen sind zusätzlich berufstätig.
- Die 36 Berliner Pflegestützpunkte haben 2023 rund 115.000 Beratungen geleistet – und haben trotzdem ein dokumentiertes Bekanntheitsproblem.
- Der Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat wird nur von etwa 64 Prozent der Berechtigten genutzt. Geld, das jeden Monat verfällt, weil es niemand kennt.
- Nur 37 Prozent der Hochaltrigen (80+) nutzen das Internet – in der Gesamtbevölkerung sind es 88 Prozent.
Aus dem letzten Punkt folgt eine Grundregel für dieses Portal: pcbb ist auch ein Werkzeug für Angehörige und für Beratende. Telefonnummern stehen immer sichtbar dabei, jede Seite lässt sich ausdrucken, und niemand muss ein Konto anlegen, um Informationen zu lesen.
Die Berlin-Brandenburg-Klammer
Der Landespflegeplan ist rein berlinbezogen. Viele Pflegesituationen sind es nicht: Die Tochter wohnt in Potsdam und pflegt in Steglitz, der Vater zieht nach Oranienburg, weil in Reinickendorf kein Heimplatz frei ist, und am Stadtrand – Buckow, Buch, Köpenick, Heiligensee – ist die Versorgungslücke besonders groß. pcbb denkt beide Länder zusammen. Adressen und Termine erfassen wir für Berlin und für die Brandenburger Landkreise.
Woraus pcbb besteht
- Wissen – verständliche Artikel zu den Themen, mit denen Menschen in die Beratung kommen: Pflegegrad, Leistungen, Wohnformen, Pflege und Beruf, Vorsorge, Demenz, Überlastung. Jeder Artikel beginnt mit einer Kurzantwort in einfacher Sprache und endet mit einem konkreten nächsten Schritt.
- Adressen – Pflegestützpunkte, Beratungsstellen, Pflegedienste, Tagespflegen, Pflege-WGs, Selbsthilfegruppen und Alltagshilfen, filterbar nach Bezirk und Landkreis, nach Sprache, nach Spezialisierung und nach Barrierefreiheit.
- Veranstaltungen – Pflegekurse nach § 45 SGB XI, Angehörigengruppen, Demenz-Cafés, Infoabende und Letzte-Hilfe-Kurse.
- Mitmachen – der Bereich, in dem Anbieter, Vereine und Nachbarinnen und Nachbarn selbst etwas beitragen. Er wächst schrittweise.
Woran wir uns halten
- Lotsen statt ersetzen. Eine Internetseite kann keine Beratung leisten, die Ihre Familie, Ihre Wohnung und Ihr Geld kennt. Jede Seite endet deshalb mit einem Weg zu einem Menschen.
- Verständlich vor vollständig. Kurzantwort in drei Sätzen, dann die Details. Fachbegriffe erklären wir im Pflege-Glossar.
- Barrierefrei und mehrsprachig. Wir arbeiten nach BITV 2.0 / WCAG 2.2 AA; weitere Sprachen folgen. Der aktuelle Stand steht in der Erklärung zur Barrierefreiheit.
- Datensparsam. Karten über OpenStreetMap statt Google, keine US-Tracker, keine Werbenetzwerke. Siehe Datenschutzerklärung.
- Transparent bei Quellen. Wir schreiben eigene Texte, nennen Rechtsgrundlagen und versehen alle Geldbeträge mit einem Stand-Datum, weil sich Pflegerecht jedes Jahr ändern kann.
- Unabhängig. Ein Eintrag im Adressverzeichnis ist kostenlos und keine Empfehlung. Wir verkaufen keine Ranking-Plätze.
Was pcbb nicht ist
- keine Notfallnummer – bei akuter Gefahr wählen Sie 112,
- keine Rechts- oder Sozialberatung im Einzelfall,
- kein Ersatz für die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI, auf die Sie einen gesetzlichen Anspruch haben,
- kein Bewertungsportal – wir stellen Angebote dar, wir benoten sie nicht.
Wer dahintersteht
Träger und Redaktion von pcbb: [TRÄGER EINSETZEN]. Die vollständigen Angaben finden Sie im Impressum. Das Portal wird redaktionell betreut; Anbieter pflegen ihre Einträge selbst, die Redaktion gibt sie frei (siehe Anbieter-Richtlinien). Fachliche Grundlage der Inhalte sind die Beratungsthemen der Pflegestützpunkte, das Sozialgesetzbuch XI und der Landespflegeplan Berlin 2025.
Was tun?
- Steigen Sie nach Ihrer Situation ein. Ist gerade etwas passiert? Dann beginnen Sie mit „Plötzlich Pflegefall – die ersten 7 Schritte“. Pflegen Sie schon länger, sind die Leistungen der richtige Anfang.
- Suchen Sie Ihre Anlaufstelle vor Ort. Über Adressen finden Sie den Pflegestützpunkt Ihres Bezirks oder Landkreises. Die Beratung dort ist kostenlos, unabhängig und auch für Angehörige da.
- Merken Sie sich einen Termin vor. Pflegekurse nach § 45 SGB XI sind für pflegende Angehörige kostenfrei – Termine stehen unter Veranstaltungen.
- Sagen Sie uns, was fehlt. Fehlende Adresse, unverständlicher Text, veraltete Zahl? Schreiben Sie an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. – jede Rückmeldung verbessert das Portal. - Machen Sie mit. Wenn Sie ein Angebot betreiben oder Veranstaltungen anbieten, tragen Sie sie ein: Mitmachen.
Wo gibt es Hilfe?
- Pflegestützpunkte und Beratungsstellen: 36 Standorte in Berlin, weitere in Brandenburg – kostenlos, unabhängig, auf Wunsch als Hausbesuch. Adresse in Ihrer Nähe suchen.
- Pflegekurse und Angehörigengruppen: Termine in Berlin und Brandenburg.
- Pflegeberatung nach § 7a SGB XI: Ihre Pflegekasse muss Ihnen auf Wunsch eine feste Ansprechperson benennen – fragen Sie danach.
- Bei Konflikten, Überlastung oder Gewalt in der Pflege: „Pflege in Not“ Berlin, Telefon (030) 69 59 89 89.
- Im Notfall: Rettungsdienst 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117.
Zahlen aus: Landespflegeplan Berlin 2025 (Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege). Leistungsbeträge Stand Juli 2026.
- Stand: 30.07.2026
Ihr nächster Schritt: Suchen Sie eine Beratungsstelle oder einen Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe – die Beratung ist kostenlos und unabhängig. Adressen in Berlin und Brandenburg finden.